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AUSSTELLUNGSORTE:
Schloss Holdenstedt
Im Umbau
Galerie im Theater an der Ilmenau
Im Umbau
Atrium des Neuen Rathauses
am Herzogenplatz

Mo/Die/Do 8.00 - 16.30 Uhr
Mi 8.00 - 16.00 Uhr
Fr 8.00 - 12.00 Uhr
WIR ÜBER UNS
Der KUNSTVEREIN UELZEN e.V. wurde im Jahr 1975 von kunstinteressierten Bürgern und Mitgliedern des BBK Uelzen gegründet und hat es sich zur Aufgabe gemacht, die "bildenden Künste", insbesondere die zeitgenössische bildende Kunst, zu fördern und zu ihrem Verständnis beizutragen.

Der Auftrag des Kunstvereins ist besonders die Förderung von junger, ungesicherter Kunst. In regelmäßig wechselnden Ausstellungen werden Arbeiten einem breiten Publikum vorgestellt. Workshops von Künstlern mit Schülern und Schülerinnen ergänzen das Programm. Ausstellungen etablierter, überregionaler internationaler Künstler, sowie Werkschauen des regionalen BBK sind Teil unseres Konzeptes.

Kunstfahrten, monatliche Vortragsveranstaltungen und auch Führungen runden unser Programm ab.

Wenn Sie Mitglied im KUNSTVEREIN UELZEN werden möchten, dann senden Sie bitte die ausgefüllte Beitrittserklärung (pdf) an:

KUNSTVEREIN UELZEN c/o Frau Almke Matzker-Steiner
Stederdorfer Weg 8, 29559 Wrestedt-Niendorf II

oder unterschrieben per E-Mail an: matzker-steiner@outlook.de
MITGLIEDERZAHLEN
1975: 20 | 1980: 98 | 1985: 146 | 1990: 145 | 1995: 138 | 2000: 210 | 2004: 210 | 2005: 206 | 2006: 201 | 2007: 201 | 2008: 206 | 2009: 216 | 2010: 202 | 2011: 222 | 2012: 232 | 2013: 228 | 2014: 204 | 2015: 214 | 2016: 191 | 2017: 198 | 2018: 220 | 2019: 202 | 2020: 193
(einschließlich der Institutionen)
MONTAGSTREFF
Zu den festen Aktivitäten des KUNSTVEREINS UELZEN gehört der "Montagstreff", der jeden ersten Montag im Monat außer in den Ferien und an Feiertagen im Theaterbistro im "Theater an der Ilmenau" stattfindet. Dieser Treff hat mehrere Aufgaben:
  1. Er bezieht sich auf laufende Ausstellungen, vertieft deren Aussage und gibt Raum für Fragen und Diskussionen.
  2. Beim Treff werden Vorträge, Filme und Lichtbilder über Kunst, Künstler und künstlerische Techniken geboten.
  3. Workshops geben Gelegenheit zum Be-"greifen".
  4. Jeder Montagstreff gibt Gelegenheit zu Gesprächen, Meinungsaustausch (nicht nur über Bildende Kunst) und Anregungen zu Kunstreisen.
Zu unserem Montagstreff sind Gäste stets herzlich willkommen. Für Auskünfte, Wünsche und Anregungen stehen die Organisatoren gern zur Verfügung:
Frau Claudia Krieghoff-Fraatz, Tel.: (05826) 958436, cmfraatz@aol.com
VEREINSVORSTAND & KONTAKTADRESSEN
1. Vorsitzende Almke Matzker-Steiner
Stederdorfer Weg 8
29559 Wrestedt-Niendorf II
Tel.: (0581) 389 01 21
E-Mail: matzker-steiner@outlook.de
2. Vorsitzende Renate Schmidt
Emsberg 52
29525 Uelzen
Tel.: (0581) 76675
E-Mail: r.sd.bbk@t-online.de
Ausstellungsleiter Wolfgang Duscynski
Schriftführerin Claudia Krieghoff-Fraatz
Schatzmeisterin Marlies Kahn
Beisitzerinnen Sophia Bornhagen
Andreja Dominko
Mechthild Götzenberger
Astrid Teske
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Mit guter Bilanz

Kunstvereinsvorsitzender Udo Hachmann gab sein Amt nach 17 Jahren weiter

Von Barbara Kaiser


„Ich habe mich immer fürs Ehrenamt stark gemacht, als ich noch im Rathaus saß; da konnte ich selber nicht kneifen!“, sagte Dr. Udo Hachmann nach seiner Wahl zum Kunstvereinsvorsitzenden im Jahr 2003. Er hatte von Jürgen Krüger, der sechs Jahre im Amt war, diese Funktion übernommen und würde, wie sich nun herausstellt, diese Jahre verdreifachen. Jetzt gab er den Staffelstab an Almke Matzker-Steiner weiter.

Dem Kunstverein Uelzen, gegründet im Jahr 1976, war es auch unter Hachmanns Leitung stets Anliegen, moderne, ungesicherte - heißt unetablierte - Kunst zu zeigen. Er habe „das Übernommene auf hohem Niveau vorgefunden“, schätzte der neue Vorsitzende damals ein, da sei es folgerichtig, Bewährtes fortzuführen. Bis 2010 war der damals 64-Jährige in seine Funktion gewählt. „Wenn man über 70 ist, sollten dann Jüngere nachrücken“, prophezeite er. Dass seine Amtszeit noch einmal zehn Jahre länger dauerte, hat vor allem den Grund, dass der Kunstverein unter seinem Vorsitz auch Neues erfolgreich versuchte, dass es einfach gut lief und dass sich keiner nach einem so arbeitsintensiven Ehrenamt drängelte.

So war es Hachmanns Idee, das Atrium des Rathauses für Skulpturenausstellungen zu öffnen. Mit beeindruckendem Ergebnis und Erfolg. Das für mich persönlich größte Experiment seiner Amtszeit bleibt die Ausstellung von Willi Sitte, die stattfand, als DDR-Kunst von den meisten naserümpfend und arrogant noch als „staatsnah“ verunglimpft wurde. Ein ganz großer Wurf war auch „General Frost rasiert Napoleon“, die europäischen Karikaturen über Russland aus vier Jahrhunderten. So etwas könnte man – aus gegebenem Anlass – wieder auflegen um zu sehen, dass die Russophobie um nichts kleiner geworden ist durch die Zeiten.



„Kunst ist nicht teilbar“, war sich Udo Hachmann stets sicher. „Wir wollen, weil wir Kleinstadt sind, keine kleine Kunst machen, sondern ein entsprechendes Niveau bieten.“ Das hat er siebzehneinhalb Jahre praktiziert, 85 Ausstellungen verantwortet. Als Bereicherung für diese Stadt, in die Hachmann im Jahr 1971 als zunächst stellvertretender Stadtdirektor kam.

Nach dem altsprachlichen Abitur 1959 und dem Jurastudium in Münster und Frankreich. Er wusste sehr frühzeitig, dass er einmal „in die Kommunalpolitik will“. Weil der nach einem zielstrebigen Studium Promovierte weiß, dass Bewerber aus der Wirtschaft größere Chancen haben, auch in Stadtverwaltungen angenommen zu werden, arbeitete er aber zunächst in Kaiserslautern in einer betrieblichen Rechtsabteilung. Seit er 32 ist, heißt Uelzen für ihn Heimat.

Der Stadtrat war dank seiner Beharrlichkeit bereit, das Schloss Holdenstedt zu kaufen, das ein Juwel für Kulturveranstaltungen war. Was sind das für traurige Zeiten, in denen solche Coups überhaupt nicht mehr in Erwägung gezogen werden, weil sich alles rechnen und effizient sein muss? Kunst- und Kulturgestalter brauchen einen langen Atem, weil die viel beschworene „Systemrelevanz“ ihnen offenbar abgesprochen wird, was ein Verhängnis ist.

Udo Hachmann war immer der Meinung, es sei wichtig, „über den eigenen Jägerzaun hinaus zu schauen, heraus zu kommen aus dem kleinen Leben und andere Menschen kennen zu lernen.“ Dafür ist die Kunst eine hervorragende Mittlerin, vielleicht begreifen es auch irgendwann Politiker. So gab es in der Ära Hachmann polnische und russische Kunst, welche von Künstlern aus dem früheren Jugoslawien, aus Spanien und aus der hiesigen Region.

Manchmal hat man sich auch nicht an das „unetabliert“ gehalten, mit Cornelia Schleime etwa, Uwe Pfeifer und Uwe Bremer oder Günter Grass. Immer waren es sehenswerte Ausstellungen, manche bleiben als ganz großes Kino im Gedächtnis. Das verdanken die „Freunde der Kunst“, wie Hachmann die Vernissage-Gäste immer in seiner Begrüßung ansprach, diesem Vorsitzenden und seinem mitarbeitenden Kollektiv, dem zu danken er bei seiner Verabschiedung nicht vergaß. Udo Hachmann hinterlässt große Fußspuren.

Barbara Kaiser – 31. Oktober 2020

Barbara Kaiser: "Mit guter Bilanz – Kunstvereinsvorsitzender Udo Hachmann gab sein Amt nach 17 Jahren weiter" (pdf)


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